Die Eisenbahnstrecke Wunstorf-Bremerhaven führte über eine aus dem Jahr 1867 stammende und denkmalgeschützte Allerbrücke, die so stark geschädigt war, dass eine Sanierung nicht mehr möglich war und sie abgerissen werden musste. Die neue "Stahlsegelkonstruktion" greift die historische Brückenform auf und wird sich mit einer Maximalhöhe von 13 Metern unauffällig in die Allerlandschaft einfügen.
Die Ausschreibung der 376 m langen Stahlbrücke mit ca. 4.300 to Stahl erfolgte 2012. Für den Korrosionsschutz war das klassische Beschichtungssystem nach TL/TP-KOR-Stahlbauten, Blatt 87 vorgesehen. Dabei sollte die Grund- und Zwischenbeschichtung werksseitig erfolgen und die Deckbeschichtung nach der Montage aufgerollt werden.
Aufgrund der "Zwischenhaftungsproblematik" bei bewitterten EP-Zwischen-beschichtungen konnte das ausführende Unternehmen den Auftraggeber überzeugen, die zwischenzeitlich von der BASt (Bundesanstalt für Straßenwesen) zugelassene PUR-Zwischenbeschichtung für Blatt 87 von GEHOLIT+WIEMER einzusetzen.
Die Erfahrung mit der Zwischenbeschichtung WIEREGEN-M87-ZB fasst der Korrosionsschutz-Spezialist der Max Bögl Stahl- und Anlagenbau GmbH, Herr Karl-Heinz Birk wie folgt zusammen:
"Es war absolut richtig, dass wir uns für die technisch bessere Lösung entschieden haben. Entgegen den anfänglichen Bedenken bezüglich der PUR-Zwischenbeschichtung kann ich heute nur bestätigen, dass die Applikation mittels Airless-Verfahren einfach, schnell und kostengünstig erfolgt ist. Und wir haben jetzt die Sicherheit, dass wir keine haftungsmindernde Substanzen im gesamten Korrosionsschutz-System haben."
Da der Zeitplan von 2012 weitgehend eingehalten wird, können noch in diesem Jahr die ersten Züge über das 40 Mio. € Bauwerk rollen.